Der Norovirus

Der Virus ruft eine äußerst starke Gastroenteritis, also eine besonders schlimme Magen-Darm-Entzündung hervor und ist hoch ansteckend. Durch Durchfall und Erbrechen verliert der Körper viel Flüssigkeit, das kann in seltenen Fällen sogar zum Tod führen. Der Virus ist immun gegen Antibiotika, man kann also nur die Symptome lindern. Wenn sich der Virus in einer Stuhlprobe nachweisen lässt, ist er sogar meldepflichtig.


Die Tage werden kürzer und kälter. Die Zeit der Gemütlichkeit beginnt. Leider sieht das ganz anders aus, wenn Sie oder ein Familienmitglied sich den Norovirus eingefangen haben – dann werden die Tage eher lang und unangenehm!

Die Krankheit beginnt mit plötzlichem Brechdurchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen. Manchmal treten auch Fieber und Kopfschmerzen auf. Durch Flüssigkeitsverlust können noch Schwindel und Schwächegefühl hinzukommen. Die Symptome klingen normalerweise nach etwa ein bis zwei Tagen wieder ab, die Ansteckungsgefahr bleibt aber noch zwei Wochen oder manchmal sogar länger bestehen.

Im Jahr 2009 musste sich ein Passagier der New Zealand Air, der am Norovirus erkrankt war, im Flugzeug übergeben. Die Flugbegleitung entfernte umgehend das Erbrochene und desinfizierte die Stelle. Trotzdem erkrankten 40 % des Flugpersonals, das den Flieger in der Woche nach dem Vorfall betrat.

Besonders Kinder und ältere Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, sind gefährdet an dem Virus zu erkranken. Deshalb kommt es besonders in Kindergärten, Grundschulen, Krankenhäusern oder Altenheimen immer wieder zu akuten Ausbrüchen.

Wie Sie sich vor dem Norovirus schützen können

Der Norovirus wird von Mensch zu Mensch, durch verunreinigte Oberflächen oder über Nahrungsmittel übertragen. Die Krankheit bricht aus, wenn der Virus in den Darm gelangt. Deshalb ist es besonders wichtig sich die Hände häufig und sorgfältig mit Seife zu waschen und mit einem eigenen sauberen Tuch abzutrocknen. Besonders nach Toilettengängen oder bevor man Essen zubereitet oder isst, sollte man daran denken.

Vermeiden Sie nach Möglichkeit den direkten Kontakt mit Erkrankten bis die Krankheitsanzeichen mindestens zwei Tage abgeklungen sind. Sollte ein Familienmitglied erkrankt sein, reinigen Sie Türgriffe, Waschbecken, Toiletten und Böden regelmäßig – am besten mit Einmaltüchern. Einweghandschuhe können zusätzlichen Schutz bieten, vor allem wenn Sie sichtbaren Schmutz, wie Erbrochenes entsorgen.
 

Was Sie bei einer Erkrankung beachten sollten

  •  sich schonen und viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
  •  wegen der hohen Ansteckungsgefahr den Kontakt mit anderen Personen vermeiden
  •  leicht verdauliche Nahrung mit ausreichend Salzzufuhr zu sich nehmen
  •  bereiten Sie keine Speisen für andere zu, wenn Sie selbst betroffen sind
  •  treten die Symptome bei alten Menschen oder Kindern auf oder dauern länger als zwei bis drei Tage, sollten Sie zum Arzt gehen
  •  wechseln Sie häufiger die Kleidung und Bettwäsche und waschen sie bei mindestens 60 °C
  •  lüften Sie häufig
  •  achten sie auf Hände- und Sanitärhygiene und benutzen Sie wenn möglich für etwa zwei Wochen eine eigene Toilette
  •  auch wenn die Beschwerden nachlassen, den Kontakt mit Risikogruppen noch einige Tage vermeiden, also beispielsweise niemanden im Altenheim oder Krankenhaus besuchen